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Malteserstift Maxi Kolbe in Hamburg

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Informationen zum Pflegestärkungsgesetz

02.11.2016

Am 1. Januar 2017 tritt ist das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft. Die Politik legt damit ein neues, ungewohntes hohes Tempo vor. Das erste Pflegestärkungsgesetz aus dem Jahr 2015 hat nach langer Durststrecke für die Bewohner und Einrichtungen tatsächliche Verbesserungen gebracht. So konnten durch die Ausweitung der zusätzlichen Betreuungskräfte auf alle Bewohner weitere neue Mitarbeiter eingestellt werden, die die Bewohner zusätzlich umsorgen. Der Schwerpunkt des PSG II liegt in der Umsetzung des lang erwarteten neuen Begutachtungsverfahrens und auf den neuen Pflegegraden.

Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsrichtlinie
Ab 2017 gelten der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und eine neue Begutachtungsrichtlinie für eine gerechtere, individuellere Begutachtung und Einstufung der Pflegebedürftigen. Statt der bisherigen drei Pflegestufen wird es fünf neue Pflegegrade geben. Bei der Begutachtung der Pflegebedürftigen werden künftig neben körperlichen Einschränkungen insbesondere Einschränkungen in der Alltagskompetenz berücksichtigt. Das entscheidende Kriterium ist der Grad der Selbständigkeit des Bewohners.

Überleitung
Alle Bewohner einer Pflegeeinrichtung werden automatisch übergeleitet. Pflegebedürftige ohne eingeschränkte Alltagskompetenz machen einen einfachen Stufensprung, z.B. von Pflegestufe 1 in Pflegegrad 2. Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz machen einen doppelten Stufensprung, z.B. von Pflegestufe 1 in Pflegegrad 3. Es wird zu Beginn also niemand dem Pflegegrad 1 zugeordnet.

Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil
Zukünftig wird es für die Pflegegrade 2 bis 5 eine einheitliche Zuzahlung der Bewohner in stationären Einrichtungen geben.

Bestandsschutz
Es gibt einen Bestandsschutz für die Bewohner, der sich auch auf die Höhe der bisherigen Zuzahlungen bei den Heimbewohnern bezieht.

Der pdf-Datei können Sie eine Übersicht über die Leistungen in den Pflegegraden entnehmen:

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